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27Sep

30.09.2011, 19:30 Uhr, Jugendherberge: Vortragsveranstaltung “Ansiedlung innerstädtischer Einkaufscenter”

Die letzte Stadtratsitzung vom 22.09.2011 hat gezeigt, dass nach wie vor ein erheblicher Diskussionsbedarf zum Thema Enklerplatzbebauung durch die ECE besteht. Vor allem ist ein Einstieg in eine sachliche Diskussion notwendig.

Daher findet am 30.09.2011, um 19:30 Uhr in der Hohenburg-Jugendherberge eine Vortragsveranstaltung zum Thema “Ansiedlung innerstädtischer Einkaufscenter” mit anschließender Diskussionsrunde statt. Der Arbeitskreis Pro Homburg sowie die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, der FDP, der FWG und der Linken laden hierzu ein.

Die Referenten:

Herr Dr. Pump-Uhlmann, Mitautor der Arbeitshilfe für Städte bei der Ansiedlung von Shopping-Center, im Auftrag des Wirtschaftsministeriums von NRW

und

Herr Schuder, Handelsexperte der Agentur Stadt & Handel

 

27Sep

Kombibad – PPP-Projekt weiter vorantreiben, aber Standort Hinkelsbix durchgefallen!

Im Stadtrat wurde am 22. September 2011 das Public-Private-Partnership-Projekt zur Erstellung, Finanzierung und den Betrieb des künftigen Kombibades an der Hinkelsbix vorgestellt. Ökonomisch kann das PPP-Projekt für die Stadt Homburg durchaus attraktiv sein – wenn der jährliche finanzielle Zuschuss für das Kombibad deutlich geringer ausfällt als die bisherigen Subventionen für Hallen- und Freibad (ca. 1,2 Mio. € pro Jahr).  Den maximalen Zuschuss legt der Stadtrat im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens (Tender) fest. Wir sind gespannt, welches Einsparpotential die Stadtverwaltung hierbei sieht. Aufgrund des Neubaus auf aktuellem energietechnischen Stand dürfte dieses Potential bei bis zu 600.000 € liegen.

Im Gegensatz zur Innenstadtentwicklung (ECE, Vauban Carree) ist es beim PPP-Projekt zum Kombibad nur zu begrüßen, dass es ein transparentes und öffentliches Bieterverfahren geben wird, bei dem die Stadt die Rahmenbedingungen setzt. Das hätten wir uns auch bei der Bebauung des Enklerplatzes gewünscht.

Dieses neue Vergabeverfahren ist jedoch standortunabhängig. Von der Hinkelsbix als Standort sind wir weiterhin nicht überzeugt. Das Gegenteil ist der Fall. Im Rahmen des Baurechtverfahrens attestierten Fachleuten weitere Gegenargumente: (1) die Hinkelsbix ist klimatisch ein Kaltluftbereich – super für ein Freibad! (2) wertvolle Gewerbefläche wird geopfert (Wirtschaftsministerium) (3) die Lärmbeeinträchtigung ist so groß, dass nicht einmal ein Betriebsleiter seine Wohnung im Kombibad führen darf. Wurde daher der Hotelbereich aus der PPP-Ausschreibung herausgenommen? Die beiden letzten Punkte hatten wir schon im Frühjahr angeführt – nun sind sie von dritte Seite belegt. Doch die große Koalition im Stadtrat lassen Sachargumente im Moment kalt – der Gegenantrag zum Baurechtsverfahren Hinkelsbix von Yvette wurde leider abgeschmettert.

Ergebnis: Das PPP-Projekt für das Kombibad sollte weitergeführt werden – aber der Standort Hinkelsbix bleibt  fachlich durchgefallen!

Yvette Stoppiera & Marc Piazolo

23Sep

Die ECE-Katze ist im Stadtrat aus dem Sack

ECE plant mit 18.500 m² Verkaufsfläche, will 90 Mio. EUR investieren und der Oberbürgermeister hat plötzlich einen Investor für das Vauban Carree an der Angel. Zudem betonte Herr Schöner in der Stadtratssitzung vom 22. September 2011, dass ihm die Knochenlösung so sehr am Herzen liegt – notfalls würde die Stadt dort selbst bauen. Letzteres ist schon starker Tobak für eine Stadt, die quasi pleite ist. Marktwirtschaft sieht anders aus!

Die Homburger Innenstadt braucht einen neuen Entwicklungsschub – keine Frage. Ob die ECE-Lösung für die Gesamtentwicklung Homburgs verträglich und zukunftsfähig ist, darüber hat der Zwischenbericht des Gutachters keine eindeutige Antwort gegeben. Viele Fragen stehen noch offen und sollten sachgerecht diskutiert & bewertet werden. Die Basta-Politik der großen Koalition aus CDU und SPD ist dabei wenig hilfreich – „Homburg friss die 18.500 m² oder stirb“ lautet die Devise.

Sicher gilt, dass das ECE in dieser Größe ökonomisch tragbar ist – und zwar betriebswirtschaftlich für das ECE! Gilt dies auch für die Innenstadt Homburg? Laut Gutachter von isoplan, Herrn Schreiber, wird das Center einen Umsatz von rd. 60 Mio. EUR pro Jahr erwirtschaften, davon kommen nur 25 Mio. EUR zusätzlich an Kaufkraft in die Stadt. Die Differenz ergibt sich somit aus Umsatzverlagerungen innerhalb der Stadt, aus den Randlagen der Stadt und aus den kleineren Gemeinden im Umland. Nach Aussage des Gutachters werden mindestens  10 bestehende Geschäfte und Filialen der Innenstadt  in das Center ziehen. Was passiert mit diesen – dann leer stehenden – Verkaufsflächen? Für besonders wichtig sieht Herr Schreiber den Umzug eines Elektromarktes aus der Randlage der Stadt in das Center an. Auf Nachfrage  meinte der Oberbürgermeister  erregt, dass er aber keinen dieser bestehenden Märkte zwingen kann in das ECE zu ziehen. Stadtplanung mit Blick auf die Innenstadtentwicklung sieht anders aus! Wie wäre es mit wirtschaftlichen Anreizen?

Es überrascht, dass die Kaufkraft-Schätzungen von isoplan die Entwicklungen in Zweibrücken (Truppacher Höhe) und Kaiserslautern (ECE) völlig ausblenden. Der Zuwachs an Kaufkraft nach Homburg scheint viel zu optimistisch zu sein. In Folge dessen dürfte die Umverteilung innerhalb der Innenstadt sowie die Gefahr einer gewissen “ Verödung“ der City deutlich größer sein. Ebenso ist es unverständlich, dass sich die Gutachter rein auf das ECE konzentriert haben und die gleichzeitig Entwicklung des Vauban Carrees mit einer Verkaufsfläche von bis zu 4.000 m² bisher vernachlässigten.

Das Einzelhandelskonzept  von isoplan sollte – unabhängig von den plötzlich Schlange stehenden Investoren – analysieren, welche Geschäftstypen (Lebensmittel, Textilien, Elektro), in welcher Dimension (Anzahl m²), an welchem Ort in der Innenstadt, am vielversprechendsten für Gesamtentwicklung Homburgs sind. Das aktuelle Gutachten konzentrierte sich bisher stark auf die reine Rechtfertigung für das überdimensionierte ECE. Der Stadtrat sollte jedoch kein Gefälligkeitsgutachten für ECE, den OB und die große Koalition, sondern ein zukunftsfähiges Konzept für die Einzelhandelsentwicklung und Magnetwirkung der Innenstadt einholen.  Bis November 2011 (Abgabe des Gutachtens) ist für ein Umdenken zugunsten Homburgs noch Zeit vorhanden, jedoch auch der Wille der Verantwortlichen?

Marc Piazolo

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