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Diversifizierung
17Dez

Stadtratssplitter vom 13.12.2018: Warburgring, A6-Homburg Ost, Erdbeerland

Regressforderung gegen den Oberbürgermeister im Zuge der Detektivaffäre

In Sachen Detektivaffäre hatte der Stadtrat im September 2018 beschlossen, Herrn Wagner (SPD) als Beauftragten des Stadtrates einzusetzen. Eine für die Sitzung des Rates am 13.12.2018 vorgesehene Unterrichtung über das weitere Vorgehen bezüglich der Regressforderung wurde von der Grünen Fraktion vor Eintritt in die Tagesordnung eine Beratung und Beschlussfassung statt einer Unterrichtung beantragt. Yvette Stoppiera-Wiebelt, grüne Fraktionsvorsitzende, begründete den Geschäftsordnungsantrag: „Dem Stadtrat sollten heute alle Optionen offen bleiben, da zum Jahresende Verjährung der Ansprüche droht. Je nach Sachvortrag des Beauftragten Wagner sollte eine Beschlussfassung des Rates über die weiteren Schritte möglich sein.“ Der Antrag wurde vom Stadtrat angenommen.

Antrag der Grünen Fraktion – Ansiedlungspolitik: Zukunftsbranchen fürs Erdbeerland

In Homburg ist die Mehrheit der Arbeitnehmer bei Bosch, Gerlach und in den Betrieben des Schäfflerkonzerns mit der Herstellung von Teilen für den Verbrennungsmotor befasst. In sieben Jahren wird VW das letzte Fahrzeuge mit Verbrenner neu auf den Markt bringen. Frankreich will ab 2040 überhaupt keine solchen Fahrzeuge mehr zulassen. In vielen Ländern werden die Grenzwerte so streng, dass sie wie Verboten wirken und nur noch Hybrid, Gas und Elektrofahrzeuge auf die Straßen kommen werden. Das wird für den Standort Homburg dramatische Auswirkungen haben. Wer das heute ignoriert und den Diesel vor Kritik meint in Schutz nehmen zu müssen, hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden. weiterlesen »

10Jul

Tesla: Flächenbedarf erst prüfen

Anlässlich des Vorschlags die Stadt Homburg ins Gespräch zu bringen als Standort für eine Tesla-Batteriefabrik erklärt Winfried Anslinger, stv. Fraktionsvorsitzender der Grünen im Homburg Stadtrat:

„Den Vorschlag Homburg für einen Tesla-Standort ins Gespräch zu bringen, unterstützen wir! Es freut uns, dass wir nicht mehr die Einzigen sind, die für den Industriestandort Homburg auch über Alternativen zur Dieseltechnologie nachdenken. Nun gilt es für Verwaltung und Stadtrat sich aktiv für diesen alternativen Mobilitätsantrieb einzusetzen, damit Homburg weiterhin auf dem Arbeits- und Technologiemarkt attraktiv bleibt.

Hierzu müssen jedoch vor der Ansiedlung eines Tesla-Batteriestandortes rechtzeitig die Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehört mehr als nur die Verkehrsanbindung an die A6. Ausschlaggebend ist der Flächenbedarf für die Gigafactory. Können Zunderbaum, der überwiegend zu Kirkel-Altstadt gehört und das Erdbeerland den Flächenbedarf decken? Müssen wir beim Verkauf von städtischen Flächen zunächst zurückhaltend sein, um diese für Tesla freizuhalten?

Daher fordern wir den Oberbürgermeister auf, die vorhandenen Homburger Industrieflächen am Zunderbaum/Erdbeerland dahingehend zu prüfen, ob rein flächenmäßig und auch verkehrstechnisch eine Ansiedlung einer Gigafactory in Homburg möglich ist.“

Anslinger ergänzt: „Die Elektromobilität erfordert völlig neue Techniken, die nicht vorrangig mit Metallbau zu tun haben, sondern mindestens ebenso stark mit Elektrochemie und Softwareanwendungen zusammenhängen. Da reine Elektrofahrzeuge am künftigen Markt nur eine Chance haben, wenn sie in Leichtbauweise hergestellt sind, wird die Rolle von Metall gegenüber dem Einsatz von Faserwerkstoffen drastisch zurückgehen. Dafür fehlt in Homburg bisher Expertise, ebenso in der Elektrochemie. Dies erfordert eine neue Bildungsoffensive im Saarland. Es müssen Fachkräfte für die erforderlichen Qualifikationen ausgebildet werden.

Beide Aufgaben halten wir für durchaus lösbar, wenn der Wille auf kommunaler Ebene und in der Landespolitik ernsthaft vorhanden ist.“

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