Campingplatz Königsbruch: Austausch über Biodiversität und Wasserschutz

Foto: Chris Ehrlich

Grüne Homburg besichtigen Campingplatz – Kritik an geplanter Grundwasserförderung

Nur skrupellose Unternehmen zerstören heute noch bewusst die Natur“, zitiert Steven Enkler, Betreiber des Campingplatzes Königsbruch, das Dialogforum der Unternehmen für Biologische Vielfalt – und ergänzt: „Leider passiert das oft unbeabsichtigt – auch im Kleinen.“

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Beim Besuch des Homburger Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen stellte Enkler seine in den vergangenen Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur Förderung von Artenvielfalt und CO₂-Reduktion vor. Auf dem Gelände wurden unter anderem Blühflächen, eine Eisvogelnisthöhle und eine Eidechsenmauer angelegt. Zudem wurde der Stromverbrauch durch PV-Anlagen reduziert und auf Ökostrom umgestellt.

Katrin Lauer, Sprecherin der Grünen Homburg, betonte: „Der Austausch hat gezeigt, wie ökologische Aspekte im Betrieb mitgedacht werden können. Derartige Maßnahmen tragen vor Ort konkret zur Stärkung von Biodiversität bei.“

Ein gemeinsamer Kritikpunkt war die geplante Erhöhung der Grundwasserentnahme durch den Wasserzweckverband Ost (WVO). Diese könnte das empfindliche Moorgebiet gefährden. Andreas Filler, ebenfalls bei den Grünen aktiv, forderte eine Prüfung umweltverträglicher Alternativen wie etwa über die Talsperre Nonnweiler.

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Enkler verwies zudem auf neue Anforderungen im Finanzwesen: „Ab 2026 müssen Unternehmen Nachhaltigkeitsaspekte für Kredite nachweisen – wer Biodiversität ignoriert, riskiert wirtschaftliche Nachteile.“