Während die SPD-geführte Landesregierung ihre selbst gesetzten Klimaziele verfehlt, bleibt eine der wirkungsvollsten Klimaschutzmaßnahmen direkt vor unserer Haustür ungenutzt: die Wiedervernässung des Moores Königsbruch bei Homburg.
Die Wiedervernässung des Königsbruch-Moors ist ein notwendiger Schritt hin zu echtem Klimaschutz. Moore gehören zu den effektivsten natürlichen Kohlenstoffspeichern der Erde. Werden sie trockengelegt, verwandeln sie sich in CO₂-Schleudern – werden sie wiedervernässt, speichern sie auf natürliche Weise gewaltige Mengen an Treibhausgasen.
Gerade das Königsbruch bietet dabei ideale Voraussetzungen:
- Keine landwirtschaftliche Nutzung,
- Bereits bestehende Naturlandschaft mit hohem ökologischem Potenzial,
- Wasserbüffel als natürliche Landschaftspfleger,
- Paludikultur – also die nachhaltige Nutzung nasser Moorflächen, z. B. durch den Anbau von Schilf oder Rohrkolben,
- Fördermittel des Bundes für Moorschutz,
- Beitrag zu Starkregenschutz, Hochwasservorsorge und regionaler Klimaresilienz,
- Entwicklungsmöglichkeiten für sanften Tourismus und Umweltbildung,
- Potenzial zur Erweiterung und Stärkung der Biosphäre Bliesgau.
Trotz dieser Chancen plant die Landesregierung, über die Ottweiler Wasserwerke die Grundwasserförderung im Gebiet weiter zu erhöhen. Das ist nicht nur ökologisch fragwürdig, sondern klimapolitisch kontraproduktiv. Die Maßnahmen gefährden die natürliche Entwicklung eines sensiblen Ökosystems – und konterkarieren gleichzeitig die Klimaschutzziele des Landes. Dabei gäbe es nachhaltigere Alternativen, wie etwa die verstärkte Nutzung des Stausees Nonnweiler, die mit weit geringeren Eingriffen in sensible Lebensräume einhergehen würden.
Katrin Lauer, Sprecherin des Stadtverbands Grüne Homburg, betont:
„Wer den Klimaschutz ernst meint, muss bei den natürlichen Klimaschützern anfangen – bei unseren Mooren. Die Wiedervernässung des Königsbruch-Moors ist kein Symbolprojekt, sondern eine echte Chance für effektiven Klimaschutz direkt vor Ort.“
Winfried Anslinger, ebenfalls Sprecher des Stadtverbands, ergänzt:
„Es ist absolut unverständlich, warum diese Möglichkeit ungenutzt bleibt. Statt Lippenbekenntnissen brauchen wir endlich entschlossenes Handeln – die ökologische Wiederherstellung des Königsbruchs ist dafür ein zentraler Baustein.“
Fazit:
Statt weiter Zeit zu verlieren, sollte die Landesregierung handeln – im Interesse der kommenden Generationen und des regionalen Naturerbes. Die Wiedervernässung des Königsbruchs ist nicht nur richtig, sondern überfällig.

Fazit:
Statt weiter Zeit zu verlieren, sollte die Landesregierung handeln – im Interesse der kommenden Generationen und des regionalen Naturerbes. Die Wiedervernässung des Königsbruchs ist nicht nur richtig, sondern überfällig.