Hitze in Homburg – keine Nebensache! Wir fordern mehr Taten statt Worte

Oberbürgermeister Forster reagiert auf unsere Kritik am fehlenden Hitzeschutz auf dem Christian-Weber-Platz mit persönlichen Angriffen und Ideologievorwürfen. Er stellt die von der Saarbrücker Zeitung ermittelten Messwerte in Frage, wirft uns „ideologischen Aktionismus“ und „immer gleiches Lamento“ vor und lenkt damit vom eigentlichen Thema ab.

Unsere Kritik richtet sich jedoch nicht gegen Mitarbeitende der Verwaltung, sondern gegen unzureichende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung.

Dieses Ablenkungsmanöver beobachten wir mit Sorge, der Oberbürgermeister lenkt die Diskussion auf die Messmethodik, der in der Saarbrücker Zeitung dokumentierten Hitzewerte, anstatt sich den tatsächlich relevanten Fragen zuzuwenden. Dabei sollte nicht die Validität der Messung im Zentrum stehen – vielmehr geht es um die daraus abgeleitete Herausforderung für unsere Stadt.

Der Stadtrat hat bereits wichtige Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg gebracht – jetzt kommt es darauf an, diese konsequent umzusetzen, besonders bei neuen Projekten, um nachhaltige Wirkung zu erzielen und die notwendigen Bausteine für eine erfolgreiche Strategieentwicklung und deren Umsetzung zur kommunalen Klimaanpassung zu erfüllen:

  • Flächendeckende Entsiegelung und nachhaltige Klimaschutzmaßnahmen für die Innenstadt
  • Ausbau wirkungsvoller Beschattungsstrukturen im öffentlichen Raum über punktuelle Maßnahmen hinaus – „grüne Oasen“ schaffen
  • Gezielte Hitzeschutzmaßnahmen dort, wo sie dringend notwendig sind – zum Beispiel auf belebten Plätzen wie z.B. dem Christian-Weber Platz und auf Spielplätzen, da Kinder besonders gefährdet sind.
  • Verkehrspolitische Veränderungen zugunsten des ÖPNV und des Radverkehrs, ergänzend Tempo 30 innerorts, die Stadtentwicklung und Klimaanpassung sinnvoll verknüpfen.
  • Schließlich: Die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass langfristig angekündigte Projekte – etwa die Baumpflanzaktion „100 Bäume für Homburg“ von 2019 – tatsächlich umgesetzt und wirksam werden.

Diese Aspekte sind keine symbolischen Forderungen sondern kommunale Pflichtaufgaben und Grundlage für eine zukunftsfähige, klimaresiliente Stadtentwicklung, die Lebensqualität, Gesundheit und Umwelt gleichrangig berücksichtigt – zum Wohl aller, die hier leben.