Energiewende vor Ort: Große Resonanz beim Grünen Treff in Jägersburg

Homburg-Jägersburg, April 2026 – Rund 30 Bürgerinnen und Bürger diskutierten beim Grünen Treff des Stadtverbands Bündnis 90/Die Grünen Homburg über Klimaschutz und Energieunabhängigkeit – mit klarer Botschaft: Die Zukunft ist erneuerbar.

Referent Günter Walle (Bürger-Energiegenossenschaften Bliesgau) überzeugte mit einem fundierten und praxisnahen Vortrag. Viele Fragen aus dem Publikum zeigten den hohen Informationsbedarf – und den Wunsch, selbst aktiv zu werden.
„Die Energiewende ist längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr – sie findet konkret vor Ort statt“, erklärt Katrin Lauer, Sprecherin des Stadtverbands. „Und jede und jeder kann dazu beitragen.“

Konkrete Lösungen statt Abwarten
Im Mittelpunkt standen umsetzbare Maßnahmen

  • Photovoltaik auf dem eigenen Dach
  • Kombination mit Wärmepumpe und E-Mobilität
  • Beteiligung an Bürger-Energiegenossenschaften

Diese Lösungen verbinden Klimaschutz mit Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen und stärken die regionale Wirtschaft.

Klare Kritik an politischen Versäumnissen:
Deutlich wurde auch: Ohne verlässliche politische Rahmenbedingungen gerät die Energiewende ins Stocken.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck habe wichtige Impulse gesetzt und die Transformation angestoßen – allerdings werde der Fortschritt nicht immer konsequent genug vorangetrieben.
Kritisch bewertet wurde die Politik unter Peter Altmaier: Wichtige Chancen beim Aufbau einer starken Solar- und Erneuerbaren-Industrie seien verpasst worden, wodurch Wertschöpfung und technologische Entwicklung ins Ausland – insbesondere nach China und Südkorea – abgewandert seien, was 100.000 Arbeitsplätze vernichtet hat.

Auch aktuelle industriepolitische Positionen, wie sie unter anderem von Katherina Reiche vertreten werden, stoßen auf Kritik. Eine stärkere Fokussierung auf fossile Energieträger wie Gas wird als Rückschritt für die Energiewende gewertet, der notwendige Investitionen in erneuerbare Technologien verzögert.
Fazit: Jetzt Tempo halten

„Die Richtung stimmt – aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen“, betont Katrin Lauer. „Es geht um unseren Wirtschaftsstandort, unsere Klimaziele und die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.“
Der Grüne Treff zeigt: Die Energiewende wird von den Menschen getragen – wenn die Politik die richtigen Rahmenbedingungen setzt.