Wohnortnahe Auswege für Frauen aus Gewaltverhältnissen

Neue Notunterkunft in Homburg schafft schnellen und unkomplizierten Zugang zu Schutz und Unterstützung

Für Frauen, die von partnerschaftlicher oder häuslicher Gewalt betroffen sind, gibt es in Homburg nun eine neue, wohnortnahe Anlaufmöglichkeit. Die neue Notunterkunft bietet Frauen in akuten Notsituationen und, sofern vorhanden, ihren Kindern einen geschützten Ort, um die bisherige Wohn- und Lebenssituation zunächst verlassen zu können. Damit ist in Homburg ein seit langem überfälliger Schritt hin zu schneller, unkomplizierter und wohnortnaher Hilfe gelungen.

Die Grünen Homburg setzen sich bereits seit Jahren dafür ein, dass Frauen, die von Gewalt betroffen sind, auch vor Ort eine niedrigschwellige Möglichkeit erhalten, sich aus einer akuten Gewaltsituation zu lösen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war die beharrliche Initiative der Grünen in dieser Legislaturperiode, den kommunalen Arbeitskreis „Gewalt gegen Frauen“ einzurichten. In diesem Arbeitskreis wurde über einen längeren Zeitraum gemeinsam daran gearbeitet, bestehende Hilfsangebote zu verbessern, Bedarfe sichtbar zu machen und konkrete Lösungen für betroffene Frauen und Kinder zu entwickeln. Aus diesem beharrlichen Engagement und der gemeinsamen Arbeit ist letztlich auch die Einrichtung der neuen Notunterkunft hervorgegangen.

Die Notunterkunft bietet kurzfristig Schutz und ermöglicht es, gemeinsam mit den zuständigen Fachstellen weitere Hilfen und längerfristige Perspektiven zu entwickeln.

Christine Maurer, Stadträtin von Bündnis 90/Die Grünen und Vorsitzende des kommunalen Arbeitskreises „Gewalt gegen Frauen“, erklärt:

„Wir wollen Frauen, die Gewalt erfahren, einen sicheren Ort für einen Neuanfang und die Möglichkeit geben, neue, eigenständige Lebensperspektiven zu entwickeln. Dafür braucht es neben der Notunterkunft auch psychosoziale Unterstützung. Gewalterfahrungen von Frauen und Kindern sind alltäglich und brauchen deutlich mehr Aufmerksamkeit.“

Die psychosozialen Hilfen, die der Saarpfalz-Kreis den Gemeinden vorhält und die über die Kreisumlage mitfinanziert werden, sind dabei ein wichtiger Bestandteil der weiteren Unterstützung.

Die Grünen Homburg danken ausdrücklich der Stadtverwaltung sowie allen Mitgliedern des kommunalen Arbeitskreises „Gewalt gegen Frauen“ für ihre engagierte und beharrliche Arbeit. Dass der Arbeitskreis in dieser Legislaturperiode auf Initiative und mit dem beharrlichen Engagement der Grünen eingerichtet wurde, war ein wichtiger Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung. Über einen langen Zeitraum wurde gemeinsam daran gearbeitet, die Hilfsangebote für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder zu verbessern. Dass aus einem langjährigen Anliegen nun ein konkretes Angebot geworden ist, ist auch das Ergebnis dieser gemeinsamen Arbeit.

Die Notunterkunft ist ein wichtiger Baustein eines Ziels, für das sich die Grünen Homburg seit langem einsetzen: Frauen und ihren Kindern in einer akuten Gewaltsituation schnell, unbürokratisch und möglichst wohnortnah Unterstützung zu ermöglichen. Gleichzeitig braucht es neben der kurzfristigen Unterbringung verlässliche Beratung und weitere Hilfen, damit betroffene Frauen langfristig ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben aufbauen können.

„Wir haben jetzt einen wichtigen Schritt geschafft. Jetzt kommt es darauf an, diesen Weg weiterzugehen und die notwendigen Hilfen dauerhaft abzusichern“, so Christine Maurer, auch Vorstandsmitglied des grünen Stadtverbandes.

Die neue Notunterkunft schafft damit einen konkreten wohnortnahen Ausweg aus einer akuten Gewaltsituation und eröffnet Frauen und ihren Kindern die Möglichkeit, Unterstützung zu erhalten und neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben zu entwickeln.