Homburger sollen von günstigen S-Bahn-Fahrkarten profitieren!

Stadtverband fordert Beitritt zum Verkehrsverbund Rhein Neckar (VRN)

Homburg soll dem Verkehrsverbund Rhein Neckar (VRN) beitreten. Das fordert der Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen. Hintergrund ist die S-Bahn-Verbindung, mit der Fahrgäste unter anderem Kaiserslautern, Mannheim oder Heidelberg erreichen können. Doch für die Züge gibt es in der saarpfälzischen Kreisstadt bisher keine entsprechenden Fahrkarten. Diese Erfahrung mussten nicht nur bereits viele Saarländer machen. Auch zahlreiche Menschen aus den pfälzischen Nachbar-Kommunen, darunter der Mörsbacher Ökolandwirt Achim Ruf oder der Oberauerbacher Student Felix Schmitt, suchten im Bahnhof vergeblich die Automaten, an denen sie Tickets für den VRN lösen können.

Seit der ersten Fahrt der S-Bahn im Jahr 2006 ist weder ein Fahrkartenautomat aufgestellt worden noch eine Fahrkarte für diesen Verbund am Schalter erhältlich. Die beiden Pfälzer hätten deshalb diese im Zweibrücker Bahnhof lösen oder ihre Fahrten in Bruchmühlbach antreten müssen.
In Homburg selbst gibt es lediglich die Fahrscheine der Deutschen Bahn. Doch diese sind deutlich teurer als die Tickets des VRN.

Ein Beitritt Homburgs in den Verkehrsverbund würde die Stadt rund 200.000 Euro jährlich kosten. Nach unserer Auffassung ist dieses Geld, gerade im Blick auf die mögliche Reaktivierung der Bahnlinie nach Zweibrücken, gut angelegt. So profitieren dann künftig nicht nur die Homburger von den günstigeren Fahrkarten, sondern es trägt auch zu einer besseren Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs bei und entlastet somit die Straße und damit auch die Umwelt. Außerdem ist ein Stück des Tarif-Dschungel beim Bahnverkehr beseitigt. Darüber hinaus können mit den Fahrscheinen nicht nur Züge benutzt werden. Die Fahrgäste erreichen mit Bussen dann auch preisgünstig umliegende Dörfer, wie beispielsweise Bechhofen, Waldmohr oder Schönenberg-Kübelberg.

Zur Finanzierung der VRN-Mitgliedschaft sehen wir ausreichend Einsparmöglichkeiten im städtischen Haushalt, z.B. durch die durch Stilllegung des teuersten Toilettenhäuschens der Republik im Stadtpark, durch Einsparungen bei den großzügig bemessenen Aufwandsentschädigungen für die zahlreichen Ehrenämter der Stadt und durch ein besseres Energiemanagement.

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